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Medical Flossing

Datum
Samstag, 16.03.2019
Ort
PT-Schule der Cusanus Trägergesellschaft Trier
Hans-Schardt-Str. 1 a, 66822 Lebach
Veranstalter

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK), Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland

Referent Lehrerteam Andreas Ahlhorn & Ralf Blume
Preis für Mitglieder € 159,00
Preis für Nichtmitglieder € 159,00

Inhalt

Bezeichnung der Veranstaltung: Fortbildung in Zusammenarbeit mit der Fortbildungsakademie Markus Pschick GmbH

 

Datum/Zeit: 16.03.2019; Sa, 9.00 - 17.00 Uhr; 10 UE

 

Thema: Medical Flossing

Das Flossing hält seit kurzer Zeit Einzug in der Physiotherapie und Rehabilitation. Viele Bundesligavereine, wie Hannover 96 nutzen diese Methode bereits in Ihrem Therapiekonzept. Zu dieser neuen Therapiemethode gibt es noch keine Evidenzen, jedoch kann man die Wirkungsweise wie folgt erklären: Bereits in den 90er Jahren wurden im Rahmen der Manuellen Lymphdrainage Extremitäten mit Kurzzugbinden gewickelt und die Patienten sollten mit dieser Bandage gehen oder sich auf dem Ergometer bewegen. Der Nachteil war damals, dass die Binden die Beweglichkeit zu sehr behinderten oder sich bei Übungen lösten. Ein Training mit Bandagierung war somit nicht möglich. Durch die neuen Gummibänder hat man nun die Möglichkeit, auch komplexe Bewegungen mit Kompression durchzuführen.

Ein Gedankenmodell: Der intraartikuläre Druck wird durch das Einwickeln der Gelenke deutlich erhöht. Normalerweise würde sich durch Bewegung die Flüssigkeit immer innerhalb der Kapsel bewegen, in der gerade niedrigere Spannung herrscht.

Durch das Band wird von allen Seiten gleichmäßig Druck aufgebaut, so dass die Bewegung der Flüssigkeit beeinflusst wird. Weiter wird durch die Kompression ein Rückstau des Blutes erzeugt. Beim Lösen des Bandes strömt das Blut schlagartig zurück in das unterversorgte Gelenk. Dies beschreiben die Patienten als ein leichtes, angenehmes Gefühl. Dieser Effekt regt vermutlich den Stoffwechsel an und hat eine bessere Trophik zur Folge (dies kann man stehen lassen da es durch Studien des BFT bewiesen ist).

Eine weitere Hypothese ist der Stimulus der Mechanozeptoren durch die Kompression. Es werden die Informationen aus den Nozizeptoren, also Schmerz- und Schadensmelder, überdeckt, wodurch der Patient bei den Übungen größere Bewegungsamplituden tolerieren kann. Klar muss sein, dass der Einsatz von Flossing an Patienten ein großes Wissen der Therapeuten über Pathologie, Anatomie und Physiologie voraussetzt. Zu intensive oder zu lange Anwendungen können die Wundheilung stören und Komplikationen provozieren.

Inhalt:

  • Grundprinzip des Medical Flossing

  • Ansätze zur Erklärung der Wirkung

  • Einsatzgebiete

  • Anwendung

  • Selbsterfahrung

 

Referent: Lehrteam Andreas Ahlhorn & Ralf Blume

 

Veranstaltungsort: PT-Schule der Cusanus Trägergesellschaft Trier, Hans-Schardt-Str. 1 a, 66822 Lebach

 

Teilnahmegebühren: 159,00 € incl. Skript & Flossband

 

Anmeldung: siehe Vorspann

 


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