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19.08.2016

DAK: Begrenzung der Unterbrechungsfrist

Wir haben bereits informiert, dass die DAK einseitig und rückwirkend die Unterbrechungsfrist auf maximal 28 Tage begrenzt hatte und es vereinzelt diesbezüglich zu Absetzungen gekommen ist.

Infolge einer diesbezüglichen Beschwerde der SHV hat die DAK diese Vorgehensweise bis zum 31.07.2016 ausgesetzt, die abgesetzten Behandlungen werden mit Berufung des Leistungserbringers auf diese Aussetzung bis 31.07.2016 sodann auch nachvergütet.


Allerdings ist die DAK bei ihrer rechtlichen Auffassung geblieben und sieht eine Unterbrechung über 28 Tage weiterhin sehr kritisch, zumal diese 28 Tage eine Verdoppelung der Frist nach den Heilmittelrichtlinien (14 Tage) darstellt. Dieser Zeitraum sollte ihrer Auffassung nach für eine urlaubsbedingte Unterbrechung ausreichend sein.


Bei krankheits-(K) oder Therapie-bedingten (T) Unterbrechungen - nach Absprache mit dem verordnenden Arzt - akzeptiert die DAK auch darüberhinausgehende Unterbrechungszeiträume.


Wie bereits beschrieben, sind wir mit dieser einseitigen Veränderung der Ausnahmeregelung zu den Unterbrechungsfristen von Seiten der DAK, auch wenn diese Überschreitung von 28 Tagen nicht häufig vorkommt, grundsätzlich nicht einverstanden. Aufgrund der Urlaubszeit war jedoch bis jetzt keine einvernehmliche Einigung zu erlangen.


Wir empfehlen unseren Mitgliedern - bis zu einer abschließenden Klärung – um vor möglichen Absetzungen zu schützen, darauf zu achten, dass Verordnungen zu Lasten der DAK, bei denen eine Unterbrechung wegen Urlaub von mehr als 28 Tage entstanden ist, abzubrechen und abzurechnen.


Soweit bei den Kennzeichen T oder K für die Unterbrechung eine Absprache zur Unterbrechung oder Wiederaufnahme der Therapie mit dem behandelnden Arzt vorgenommen worden ist und dies auf der Verordnung entsprechend dokumentiert wurde, wird die DAK hier keine Absetzung vornehmen.


Über die abschließende Klärung mit der DAK zu den Ausnahmeregelungen der Unterbrechungsfristen werden wir Sie unaufgefordert informieren.