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06.05.2019

Mitgliederversammlung 2019

Die Arbeit des Berufsverbandes trägt Früchte!

Zur diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung  am 6. April lud der Vorstand des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland in die historische Stadt Trier ein.

Rechenschaftsberichte, umfassende Information,  politische Erfolge!

Die Anwesenden erwartete umfassende Informationen über die vielschichtigen Themen und Aufgaben des vergangenen Jahres, insbesondere verdeutlichte der Rechenschaftsbericht auch die erzielten Erfolge. Das jahrelange, zähe Ringen um bessere Rahmenbedingungen zur Ausübung des Berufes trägt nunmehr sichtlich Früchte!

„Drei Gesetze in vier Jahren erforderten besonderes Engagement und großen zeitlichen Einsatz“, berichtet Dagmar Schlaubitz (Vorstand), der sich gelohnt hat. „Insbesondere das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das aktuell verabschiedet wurde, kann als berufspolitischer Meilenstein für die Physiotherapie bezeichnet werden! Die damit einhergehenden Veränderungen werden sich auch in den kommenden Jahren weiter positiv auswirken.“

2018/2019 konnten die Preise für Physiotherapie abermals deutlich angehoben werden (stufenweise auf 3 Jahre verteilt  +30%)! "Das TSVG schafft endlich dauerhaft die Grundlohnsummenanbindung für Preiserhöhungen ab und beschert uns die bundesweite Höchstpreisregelung zum 01.07.2019, wodurch viele Leistungspositionen noch einmal preislich deutlich angehoben werden“, informiert Michael Alles (Vorstand) innerhalb seines Rechenschaftsberichtes.

Erreicht werden konnte dies nur durch eine starke berufspolitische Vertretung auf Landes- und auf Bundesebene, die  in den letzten Jahren durch mehrere flankierende Kampagnen unterstützt wurde, unter anderem mit der SHV-Kampagne  „Dafür bewegen wir alle zu handeln!“

Zusammenarbeit – Gemeinsamkeit macht stark!

Die auf Landesebene bereits seit einigen Jahren gelebte Zusammenarbeit mit anderen Verbänden des Heilmittelbereichs, insbesondere mit dem VPT, wurde nunmehr auch auf Bundesebene, über die Zusammenarbeit innerhalb des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) hinaus, intensiviert.

Auf Landesverbandsebene findet diese Zusammenarbeit und Interessenvertretung über die  Arbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (AG HMV) und auf der Ebene der Dachorganisation der Heilmittelerbringer (DOH-RP e.V.) statt.

Im Rahmen eines deutlich verstärkten Austauschs und mit Bündelung gemeinsamer Kräfte und Interessen sind zwei gemeinsame bundesweite Kampagnen medienwirksam auf den Weg gebracht worden:  

TIME OUT – bundesweite Aktion zur Verbesserung der Situation in der Physiotherapie  (Patienten—Postkartenaktion) und WARTEZEITEN-BAROMETER (gemeinsame Umfrage PHYSIO-DEUTSCHLAND und VPT). Beide Kampagnen wurden in der zweiten  Jahreshälfte 2018 mit großer Beteiligung von Patienten und Physiotherapeuten durchgeführt und von Politik und Öffentlichkeit wahrgenommen worden. (Lesen Sie hierzu den Bericht in der Zur Sache Physiotherapie 2-2019)

Unter dem Motto „voneinander lernen, Gewohntes neu denken“ haben etwa 50 Vertreter von VPT und PHYSIO-DEUTSCHLAND erneut auf der therapie Leipzig im März 2019 miteinander diskutiert, was eine moderne, schlagkräftige und serviceorientierte Interessensvertretung leisten sollte.

Die anwesenden Mitglieder des LV begrüßen mit Applaus diese engere Zusammenarbeit im Sinne einer starken, zukunftsorientierten Interessenvertretung!

Öffentlichkeitsarbeit  - ein Rekordjahr!

Die zahlreichen Aktionen und Aktivitäten im Jahr 2018 wurden mit einer weit ausgebauten Öffentlichkeitsarbeit begleitet, allein 186 Netzmeldungen erschienen auf der Homepage und daneben hielten wir unsere Mitglieder über die Mitgliederzeitung „Zur Sache Physiotherapie“, vier bundesweite Newsletter und 120 BLITZINFOs zu  den laufenden Geschehnisse auf dem Laufenden.

TSVG

Neben der Höchstpreisregelung zum 01.07.2019 bringt das TSVG eine Reihe von weiteren positiven Veränderungen, wie z.B.:

  • Die Vereinbarungsmöglichkeit von wirtschaftlich angemessenen Preisen ab 01.07.2020,

  • Ebenso einen bundesweit einheitlichen Rahmenvertrag  ( 7/2020)mit dem Spitzenverband der Krankenkassen, mit maßgeblicher der Gestaltungs Verhandlungsbeteiligung.

  • Ab August 2019 nur noch ein kassenübergreifendes einheitliches Zulassungsverfahren;

  • Januar 2021 wird die Blankoverordnung Teil der Regelversorgung

und nicht zuletzt werden  die Heilmittelrichtlinien und der Heilmittelkatalog zur Verordnung von Heilmitteln deutlich vereinfacht (gültig ab 01.04./spät. 01.07.2020), was zusätzlich zu einer Entbürokratisierung führen wird.

Gute politische Kontakte – auch zur Förderung des Berufsnachwuchses!

Des Weiteren konnten die Kontakte des Landesverbandes mit der Politik und den Ministerien weiter vernetzt werden; es findet ein regelmäßiger Austausch zu allen berufspolitisch relevanten Themen statt. Ein besonderer Schwerpunkt dabei ist die künftige Entwicklung des Berufsstandes und die Beseitigung des Fachkräftemangels. Bessere Vergütung, aber auch insgesamt verbesserte Rahmenbedingungen, eine kostenfreie, qualitätsgesicherte Ausbildung und die Weichenstellung für eine zunehmende Akademisierung sind hierzu einige wichtigsten Eckpfeiler.

Mit inzwischen 14 von 19 schulgeldfreien Schulen in Rheinland-Pfalz und den drei bereits seit Jahren schulgeldfreien Schulen im Saarland, gehören unsere Bundesländer bundesweit zu den Vorreitern, den Berufsnachwuchs zu fördern. Das Ministerium Rheinland-Pfalz setzt sich  für weitere schulgeldfreie Ausbildungsplätze(über den errechneten Bedarf hinaus) ein, mit Weitsicht auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung und deren gesundheitlichen Versorgung. Auch die Landesregierung des Saarlandes befindet sich stetig im politischen Diskurs mit Vertretern unseres Landesverbandes und unterstützt unsere klar definierten Zielsetzungen.

Fort- und Weiterbidung

Peter Reiland erteilt in seinem Rechenschaftsbericht einen umfassenden Rückblick auf den Fortbildungsbereich des vergangenen Jahres: „Der Landesverband sieht es auch künftig als seine Aufgabe an, ein qualitativ hochwertiges Fortbildungsangebot mit einer guten Betreuung vor Ort von Teilnehmern und Referenten anzubieten, was auch im letzten Jahr gelungen ist.“

Angestelltenvertretung  - Aufruf zu mehr Beteiligung! 

Michaela Yüksel (Beirat) informiert über die Arbeit im Ausschuss Angestellte, der sich mit der Weiterentwicklung von Themen und neuen Ideen für die angestellten Physiotherapeuten in Klinik, Praxis und Fachschule beschäftigt. Die angestellten Physiotherapeuten sind die größte und wichtigste Säule des Berufsstandes. Alle politischen Erfolge sind selbstverständlich zielgerichtet auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen des gesamten Berufsstandes. Michaela Yüksel ruft die Angestellten auf, sich direkt für ihre Interessen zu engagieren, z.B. im Ausschuss Angestellte. Der Landesverband wird seine Angebote für Angestellte fortsetzen, z.B. Seminare zur Gehaltsberechnung und Kommunikation, sowie mit seinen Abendsprechstunden, sowie auch innerhalb des Ausschuss Angestellte im Landesverband.

Der Vorstand wird für seine Verbandsarbeit im vergangenen Jahr einstimmig entlastet; die Anwesenden bringen mit langanhaltendem Beifall ihre Anerkennung für die Leistung und erzielten Erfolge zum Ausdruck. Hierfür spricht auch die leicht wachsende Mitgliederentwicklung im Landesverband.

Juniorenarbeit

Alexander Stirner, Juniorenvertreter des Landesverbandes und Sprecher des Bundesschüler- und Studierendenrates auf Bundesebene informiert über die Aktivitäten in der Juniorenarbeit. Im Oktober 2018 fand die Veranstaltung „Perspektive Physiotherapie“ in Mainz mit Beteiligung von 240 Schülern und viel Begeisterung an dem gebotenen Programm statt. 2019 sind etliche Schulbesuche vorgesehen, um die Schüler über die berufspolitischen Zielsetzungen zur Berufsausübung zu informieren und um Interesse zu wecken, sich dahingehend gemeinsam mit dem Berufsverband zu engagieren.

DIE Selbstverwaltung von morgen: Die Physiotherapeutenkammer!

Dagmar Schlaubitz fordert die Anwesenden und den gesamten Berufsstand dazu auf, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Die neu installierte Homepage: www.physiotherapeutenkammer.de liefert umfangreiche Informationen zu den Vor- und Nachteilen einer Verkammerung und über den „Kammer-O-Mat“ besteht die Möglichkeit, sich eine Meinung- Für oder gegen eine Kammer!  zu bilden und diese kund zu tun. Ziel ist es, dem  Berufsstand mehr Einfluss und Selbstbestimmung einzuräumen, sich selbst zu verwalten und mehr Gehör, Mitsprache und politisches Gewicht zu erhalten. Frau Schlaubitz kündigt hierzu eine Informations-Kampagne an.

Vortrag:

Fast schon traditionell schließt sich der Mitgliederversammlung ein Vortrag an. In diesem Jahr zu einem Thema, mit dem Therapeuten in ihrem Praxisalltag regelmäßig konfrontiert werden:  „Keine Angst vor Patientenängsten…“. Der Vortrag wurde von dem erfahrenen Referenten Friedrich Hoffmann, mit Selbsterkennungsfaktoren für den Zuhörer, sehr praxisnah referiert.

Aufgrund der Vielzahl der Ereignisse und spannenden Themen der zurückliegenden Monate, und nachdem alle Fragen aus den Mitgliederreihen beantwortet werden konnten, schloss der Versammlungsleiter, Rechtsanwalt Stephan Richter die Mitgliederversammlung nach einstündiger Verlängerung mit ausdrücklichem Dank an das aufmerksame und interessierte Plenum.